Eintracht Trier siegt in Morbach | Spielbericht Rheinlandpokal
5. November 2026
Eine Runde weiter
Eintracht Trier siegt in Morbach: Für Gegenwind sorgt nur das Wetter
Morbach · Der SVE zieht im Fußball-Rheinlandpokal bei der FV Hunsrückhöhe mit einem 4:1-Sieg ins Viertelfinale ein, wo nun der FC Bitburg wartet. Triers Coach war froh, dass seine Personalpläne aufgingen.
So richtig aus der Bahn geworfen wurde Fußball-Regionalligist Eintracht Trier nur, als der böige, fiese Ostwind vor der Partie das oberhalb der Auswechselbank mit Klammern angebrachte Banner mit dem Schriftzug des Vereins wegfegte. Während der 90 Minuten auf dem Kunstrasenplatz im Morbacher Sportzentrum hat’s die Moselaner sportlich dagegen nicht umgehauen.
Eintracht Trier: Viertelfinale ist im März 2027 terminiert
Mit einem 4:1-Erfolg beim Rheinlandliga-Zweiten FV Hunsrückhöhe Morbach hat der SVE seine Pflichtaufgabe erfüllt. Im Viertelfinale, das laut Rahmenterminplan Anfang März ausgetragen wird, gastiert Trier nun beim FC Bitburg, der sein Pokal-Achtelfinale beim Bezirksligisten FC Metternich mit 3:0 gewann.
„In der ersten Halbzeit war es ein guter Auftritt von uns. Wir waren seriös und müssen eigentlich mehr Tore machen“, bilanzierte Eintracht-Interimstrainer Daniel Wilde.
Trotz ausgelassener Chancen vor der starken Kulisse von 1006 Zuschauern gelangen den aufmerksam im Gegenpressing und in der Restverteidigung agierenden Moselanern drei Treffer. Damjan Marceta überwand nach einem Steilpass Morbachs Torwart Yannick Görgen, der in dieser Szene zwar noch am Ball war, den Führungstreffer der Gäste aber nicht verhindern konnte (22.). Nach Flanke von Fabio Lohei schob Sturmkollege Dejan Galjen in der 38. Minute zum 2:0 für Trier ein. Frederik Rahn belohnte sich kurz vor der Pause nach einem beherzten Antritt mit dem 3:0, vorausgegangen war (erneut) ein Abspielfehler der Morbacher im Aufbau (43.).
Ex-Eintrachtler Matthias Heck sorgt für kurze Morbacher Hoffnung
„In der zweiten Halbzeit ist das Spiel dann ein bisschen dahingeplätschert“, sagte Wilde, der auch im Pokalspiel eine Dreier-Abwehrreihe aufbot. Bei den Gastgebern keimte nach dem 1:3-Anschlusstreffer durch Matthias Heck – einem von mehreren Ex-Eintrachtlern im Team der Hunsrücker – nochmal Hoffnung auf (58.). Aber nur kurz. Bereits fünf Minuten später stellte erneut Marceta nach Hereingabe von Jannis Held kunstvoll aus kurzer Distanz den 4:1-Endstand her (63.).
„In der ersten Halbzeit haben wir es gar nicht so verkehrt gemacht, in der zweiten Halbzeit dann richtig gut“, befand FVH-Coach Pascal Meschak: „Uns ärgert einfach, dass unsere Fehler direkt bestraft wurden. Allen vier Toren gingen individuelle Fehler von uns im Spielaufbau voraus, die dazu führten, dass wir dann auseinandergespielt wurden. Das ist dann wahrscheinlich dem Zweiklassenunterschied geschuldet. Trier zeigte eine Kaltschnäuzigkeit, die wir heute nicht hatten.“
Exemplarisch dafür war eine Szene kurz vor dem Abpfiff, als sich Morbachs Noah Herlach erst mit toller Bewegung freispielte, dann aber freistehend knapp am langen Pfosten scheiterte.
Triers Trainer kann Spieler schonen
Triers Coach Wilde war froh, dass er von den geplanten Personalrochaden ob des Spielverlaufs nicht abweichen musste. Christopher Wähling beispielsweise wurde 90 Minuten geschont. Rückkehrer Jonas Singer musste ebenso nicht ran. Im Gegenzug spielten Akteure, die zuletzt wenig Einsatzzeit hatten, länger beziehungsweise komplett durch: Dominik Kinscher, Marceta, Fabio Lohei, Frederik Rahn, Mateo Kritzer. Dario Gebuhr feierte nach Krankheit zudem sein Comeback.
FV Hunsrückhöhe Morbach: Görgen – Abend (67. Süß), Schultheis, S. Schell, Heck (77. Molitor) – Schemer, Kunz, Kappes, Massmann (84. Dieterich) – Ercan (67. D. Schell), Lorenz (77. Herlach)
Eintracht Trier: Wechsel – Gebuhr, Spang (46. Held), Herber – Rahn, Kritzer (74.Tekerci), Lohei (74. Heinz) – Galjen (67. Sausen), Kinscher, Blum (46. Filipe) – Marceta
Schiedsrichter: Henning Reif
Quelle: Volksfreund - FuPa.net
